Umgebung

 

Nicht nur die beiden Fürstenauer Schlösser zeugen im Domleschg von der Baukunst und Pracht vergangener Epochen. Das sonnigste Tal Graubündens ist auch ein Tal der Burgen: Der 14 Kilometer lange Burgenpfad Domleschg, der von Rothenbrunnen nach Thusis führt, passiert acht historische Monumente, darunter das Schloss Ortenstein in Tomils und die Burg Ehrenfels in Sils. Die grösste historische Bedeutung in der Region aber besitzt eine Kirche: die 831 erstmals urkundlich erwähnte romanische Saalkirche St. Martin in Zillis. Mit der 153 quadratische Bildtafeln umfassenden, zwischen 1109 und 1114 fertiggestellten Kirchendecke beherbergt sie eines der ganz seltenen nahezu vollständig erhaltenen Kunstwerke der Hochromanik.

Zwischen Zillis und Thusis hat sich der Hinterrhein tief in den Fels gegraben und eine Schlucht mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden gebildet: die Viamala. Einst als Verbindung zu Splügenpass und San Bernardino eine bedeutende, aber gefürchtete Passage, zählt die Schlucht zu den grössten touristischen Attraktionen Graubündens. Zwei moderne Brücken ermöglichen es Besuchern heute, die Viamala bequem und sicher zu Fuss zu passieren.

Wer dem Hinterrhein und später dem Alpenrhein flussabwärts folgt, gelangt nach Chur. Die älteste Schweizer Stadt verfügt über eine der sehenswertesten Altstädte des Landes – mit der aus dem 8. Jahrhundert stammenden Martinskirche als Höhepunkt. Über der Stadt thronen das Bischöfliche Schloss und die Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt. Der Churer Wochenmarkt – er findet zwischen Mai und Oktober jeweils am Samstagvormittag statt – ist der einzige reine Produzentenmarkt der Schweiz und bietet ein aussergewöhnliches Spektrum an erstklassigen Bündner Produkten.

St. Moritz, ikonische Wiege des Wintertourismus und zweimal Austragungsort Olympischer Winterspiele, ist von Thusis aus bequem per Zug zu erreichen. Die 1903 eröffnete Albulalinie überwindet dank spektakulärer Viadukte und Kehrtunnels auf der knapp eineinhalbstündigen Fahrt rund 1000 Höhenmeter. Der 65 Meter hohe und 136 Meter lange Landwasserviadukt ist das wohl eindrücklichste Bauwerk auf der Strecke, er gehört seit 2008 zum Unesco-Weltkulturerbe. Einmal im Engadin angekommen, hat man es nicht mehr weit zum Nationalpark Zernez. Das Unesco-Biosphärenreservat ist das Zuhause von Gämsen und Murmeltieren, auf 170 Quadratkilometern Fläche bietet es 80 Kilometer Wanderwege.

Für Sport- und Wellnessbegeisterte lohnt sich die knapp einstündige Fahrt nach Bad Ragaz. Zu dessen Attraktionen zählen die Taminatherme, ein 18-Loch-Championship-Golfkurs und das Grand Resort Bad Ragaz mit dem historischen Quellenhof. Natürlich können Sie aber auch ganz in der Nähe von Fürstenau bleiben, eine Wanderung auf den Piz Beverin oder einen Streifzug durch die Weinberge der Bündner Herrschaft unternehmen. Langweilig wird es Ihnen hier nicht so schnell. Versprochen.

Unsere Vorschläge finden Sie hier.